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Informationsvermittlung


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Soma
Zellkörper eines Neurons
Schwann-Zellen
Gliazellen, die die Myelin- oder Markscheide um die Axone von Neuronen im peripheren Nervensystem ausbilden.
Oligodendrozyten
die Gliazellen des zentralen Nervensystems, die dafür sorgen, dass durchtrennte Nevenzellaxone anders als im peripheren Nervengewebe nicht mehr auswachsen und regenerieren können.
Permeabilität
Durchlässigkeit, hier gebraucht für die Durchlässigkeit der Zellmembran
Depolarisation
Änderung des Membranpotentials in Richtung positiver (bzw. weniger negativer) Werte
- 40 mV
Erreicht die Depolarisation jedoch einen kritischen Schwellenwert von ca. _____, kommt es zu einer überschießenden Reaktion (Aktionspotential), das Potential erreicht sogar positive Werte von etwa +,30 mV.
Aktionspotential
orübergehende, charakteristische Abweichung des Membranpotentials einer biologischen Zelle von ihrem Ruhepotential
Refraktärphase
Zeit nach einer Depolarisation einer Nervenzelle, in der keine weitere Depolarisation folgen kann
Lineare Ausbreitung
Durch ein Aktionspotential werden benachbarte Membranbereiche ebenfalls überschwellig erregt, wodurch sich das Aktionspotential über die gesamte Nervenzelle verbreitet. Die Ausbreitung erfolgt nur in eine Richtung, da die Membranbereiche, die sich in der Refraktärphase befinden, nicht wieder erregt werden und die Erregung nicht zurück laufen kann.
Ranviersche Schnürringe
der freiliegende Abschnitt eines Axons zwischen zwei Schwann’schen Zellen, die um eine Nervenfaser gewickelt sind. An dieser Stelle ist die Kontinuität der das Axon einhüllenden Markscheide unterbrochen.
Dicke, Geschwindigkeit, Myelinscheide mit Schnürringen
Klassifikation der Nervenfasern nach den drei korrelierten Kriterien ___________
A
Klassifikation der Nervenfasern: Markhaltige Nerven, primär afferent (nach: Erlanger & Gasser)
B, C
Klassifikation der Nervenfasern: Marklose bzw. markarme Nerven, primär afferent (nach: Erlanger & Gasser)
I bis III
Klassifikation der Nervenfasern: Markhaltige Nerven, keine Unterscheidung zwischen sensorisch und motorisch (nach: Lloyd & Hunt)
Dornen (Spines)
Kleine Ausstülpungen von Dendriten, auf denen Synapsen sitzen. Sie können ihre Gestalt lernabhängig verändern.
Signalweiterleitung in Dendriten vs. Axonen
Beim Dendriten nimmt die Signalstärke proportional der zurückgelegten Distanz ab. Beim Axon bleibt die Signalstärke konstant. Zudem ist ein Teil der Axone myelinisiert, Dendriten sind dagegen nur sehr selten myelinisiert.
Gliazelltypen
Astroglia (Astrozyten), Mikroglia, Oligodendroglia, Schwann'sche Zellen
Astroglia
Versorgung der Nervenzellen durch Brückenbildung zwischen Neuronen und Kapillaren, Konstanthaltung des biochemischen Milieus um die Nervenzellen, Stabilisierung des Gehirns
Mikroglia
Verdauung toter Zellen, Immunabwehr des Gehirns
Oligodendroglia
Bildung von Myelinscheiden um Axone im Zentralnervensystem
Schwann'sche Zellen
Bildung von Myelinscheiden um Axone im peripheren Nervensystem
N. olfactorius
1. Hirnnerv - Leitet Signale von der Nase zum Gehirn. Eigentlich vorgelagerter Teil des Gehirns und kein Nerv. Aufgabe: Geruch (sens.); Ursprung: Bulbus olfactorius
N. opticus
2. Hirnnerv - Leitet die Signale der Netzhaut zum Gehirn.Eigentlich vorgelagerter Teil des Gehirns und kein Nerv. Aufgabe: Sehen (sens.); Ursprung: Netzhaut
N. oculomotoris
3. Hirnnerv - Steuert vier von sechs äußeren Augenmuskeln, den Lidheber, sowie die Akkommodation und die Pupillenverengung. Aufgabe: Augenbewegung (motor.); Ursprung: Mittelhirn
N. trochlearis
4. Hirnnerv - Steuert den schrägen oberen Augenmuskel, Aufgabe: Augenbewegung (motor.); Ursprung: Mittelhirn
N. trigeminus
5. Hirnnerv - Untergliedert sich in den Augennerv, den Oberkiefernerv und den Unterkiefernerv. Er leitet sensible Informationen aus dem ganzen Gesichtsbereich zum Gehirn und innerviert die Kaumuskulatur. Aufgabe: Sensibilität von Gesicht/Mund (sens.), Kaumuskulatur & Drüsen im Gesicht (motor.); Ursprung: Pons, Medulla
N. abducens
6. Hirnnerv - Innerviert den lateralen Augenmuskel. Aufgabe: Augenbewegung (motor.); Ursprung: Pons
Nervenzelle
spezialisierte Zelle, deren Aufgabe es ist, Infos im Organismus weiterzuleiten
N. facialis
7. Hirnnerv - Steuert die Muskulatur der Mimik und Musculus stapedius, vermittelt auch die Geschmackswahrnehmung in den vorderen zwei Dritteln der Zunge, innerviert alle Kopfdrüsen außer der Ohrspeicheldrüse. Aufgabe: Geschmack (sens.), Geischts- und MIttelohrmuskulatur, Drüsen im Gesicht (beides motor.); Ursprung: Pons
Dendrit
Verzweigung der NZ, die der Aufnahme von Signalen von anderen Zellen dient
N. vestibulocochlearis
8. Hirnnerv - Zuständig für die Weiterleitung der Informationen von der Hörschnecke und dem Gleichgewichtsorgan. Aufgabe: Gehör, Gleichgewicht (beides sens.); Ursprung: Pons, Medulla
Axon
leitet Infos an andere Zellen
N. glossopharyngeus
9. Hirnnerv - Leitet die Signale des hinteren Zungenabschnittes zum Gehirn und innerviert die Muskeln des Rachens. Wichtig für den Schluckakt. Innerviert auch die Ohrspeicheldrüse. Aufgabe: Zunge (Geschmack) & Schlund (sens.), Rachenmuskulatur, Speicheldrüsen (beid. motor.); Ursprung: Medulla
Gliazellen
Zelllen, die diffus im Nervengewebe verteilt sind und Hilfsfunktionen für NZ übernehmen
N. vagus
10. Hirnnerv - Hauptnerv des Parasympathikus und an der Regulation der Tätigkeit vieler innerer Organe beteiligt. Aufgabe: Rachen/Ohr, Geschmacksrezeptoren, Eingeweide (sens.), Eingeweide, Herz, Kehlkopfmuskeln (motor.); Ursprung: Medulla
Ruhepotential
im Ruhezustand besteht zwischen Inneren eines Neurons und Zellumgebung eine Spannung von -70mV
N. accessorius
11. Hirnnerv - Versorgt motorisch den Musculus trapezius und den Musculus sternocleidomastoideus. Der Nervus accessorius entspringt eigentlich aus dem Rückenmark. Aufgabe: Halsmuskulatur (motor.), Ursprung: Medulla
Kationen
positiv geladene Ionen, zB. Natrium, Kalium, Magnesium
N. hypoglossus
12. Hirnnerv - Steuert die Zungenbewegung. Aufgabe: Zungenmuskulatur (motor.); Ursprung: Medulla
Anionen
negativ geladene Teilchen, zB. Chlor, Säuren
Unterzungennerv
Nervus hypoglossus
Beinerv
Nervus accessorius
"umherschweifender Nerv"
Nervus vagus
Zungen-Rachen-Nerv
Nervus glossopharyngeus
Hör- und Gleichgewichtsnerv
Nervus vestibulocochlearis
auf Ionen wirkende Faktoren
Permeabilität und Diffusionsdruck
Natrium-Kalium_Pumpe
energieverbrauchender Mechanismus, um Proteine aktiv gegen elektrochemische Gradienten zu transportieren
Gesichtsnerv
Nervus facialis
Reizleitung
nach einem Reiz kommt es zur Verschiebung des Membranpotentials ins Positive, diese Depolarisation setzt sich entlang Zellmembran fort
Augenabziehnerv
Nervus abducens
Alles-Oder-Nichts-Prinzip
wird der Schwellenwert überschritten, folgt eine maximale Reaktion (Aktionspotential) , egal ob nur knapp überschritten oder weit
Drillingsnerv
Nervus trigeminus
typischer Verlauf des Spannungsverhältnisses
1.nach Überschreiten der Schwelle=Anstieg bis Maximum; 2.Repolarisationsphase, Abfall sogar unter Ruhepotential; beide zusammen bilden die Refraktärphase, 3.erst danach ist der gereizte Bereich wieder erregbar
Augenrollnerv
Nervus trochlearis
kontinuierliche Reizweiterleitung
in marklosen Fasern
Sehnerv
Nervus opticus
saltatorische Reizweiterleitung
in markahaltigen Fasern
Riechnerv
Nervus olfactorius
Synapse
Schaltstelle zwischen NZ und weiterer NZ oder Ausführungsorgan
Saltatorische Erregung
An einigen Stellen ist die Myelinscheide von Einschnürungen unterbrochen (Ranviersche Schnürringe); die Erregung „springt“ von Einschnürung zu Einschnürung und erreicht dadurchdie hohen Geschwindigkeiten.
chemische Synapse
hier: Überbrückung des Spalts durch chemische Botenstoffe (Neurotransmitter), zur Verarbeitung von Infos, im ZNS, Fluss nur in eine Richtung
IV
Klassifikation der Nervenfasern: Markarme oder - lose Nerven, keine Unterscheidung zwischen sensorisch und motorisch (nach: Lloyd & Hunt)
elektrische Synapse
hier: Überbrückung des Spalts durch geladene Teilchen, Infoübertragung in beide Richtungen, zur Synchronisation von Zellen mit ident.Funktionen
Aα (I)
Klassifikation der Nervenfasern: Primäre Muskelspindelafferenzen, motorisch zu Skelettmuskeln
Unterschied einer pflanzlichen Zelle zu tierischen Zellen
Besitz von Chloroplasten, Vakuolen, einer festen Zellwand
Aβ (II)
Klassifikation der Nervenfasern: Hautafferenzen für Berührung und Druck
Funktionen von Gliazellen
Helfer beim Wachstum der Neuronen, Stützelemente des NS, Transportmedium, Optimierer von Ionenkonzentrationen in NZ, Beeinflussung der Effektivität synapt. Kontakte, Abschirmung der NZ durch Bildung von Myelin und bei Blut-Hirn-Schranke (Schirm um Gehirn)
Aγ (III)
Klassifikation der Nervenfasern: Motorisch zu Muskelspindeln
Propriorezeptoren
So bezeichnet man die Rezeptoren der Tiefensensibilität. Hierzu zählen Muskelspindeln, Golgi-Sehnenorgane und sensible Rezeptoren der Gelenke.
Klassifikation der Nervenfasern: Hautafferenzen für Temperatur
B
Klassifikation der Nervenfasern: Sympathisch präganglionär
C (IV)
Klassifikation der Nervenfasern: Hautafferenzen für Nozizeption, sympathische postganglionäre Efferenzen
transmittergefüllten Vesikeln
Die chemische Synapse besteht aus einer präsynaptischen Endigung mit ___________ sowie einer postsynaptischen Membran mit spezifischen Rezeptoren für die jeweilige Transmittersubstanz. Zwischen beiden liegt der synaptische Spalt
Vesikel
speichert die Neurotransmitter und diffundiert nach Erreichen eines Aktionspotentials in den synaptischen Spalt
Rezeptoren
spezielle Empfängermoleküle des postsynaptischen Bereichs
IPSP
Hyperpolarisation des Empfängerneurons, d.h. Membranpotential wird in Richtung eines stärker negativen Werts verschoben - erhöht die Erregungsschwelle
inhibitorisches postsynaptisches Potential
IPSP
EPSP
Depolorisation des Empfängerneurons, d.h. Membranpotential wird in Richtung eines stärker positiven Werts verschoben - deutliche Senkung der Erregungsschwelle
exzitatorisches postsynaptisches Potential
EPSP
räumlichen Summation
Bei der ___________ werden über mehrere Synapsen erregende Impulse abgegeben bzw. exzitatorische postsynaptische Potentiale ausgelöst, die sich gegenseitig verstärken und ein Aktionspotential im Zielneuron auslösen. Voraussetzung dafür ist die Konvergenz.
Konvergenz
Zusammentreffen mehrerer Nervenfasern auf einem Zielneuron
zeitlichen Summation
Bei der _________ werden in so schneller Folge postsynaptische Potentiale erzeugt, dass die Depolarisation beziehungsweise die Hyperpolarisation zunimmt und der Effekt verstärkt wird, unter Umständen bis zur Auslösung eines Aktionspotentials.
Divergenz
Aus- bildung entsprechender Kontakte einer mit mehreren anderen Zellen. Sind bei Neuronen zu beobachten, die Muskelfasern innervieren (Motoneurone).
Afferenzen
die von Sinneszellen wegleitenden Neurone
Vorwärtshemmung
allgemeines Prinzip neuronaler Hemmung (im ZNS und in der Peripherie), indem ein exzitatorischer Prozess, der in eine Richtung verläuft, auf seinem Weg gehemmt wird. Anders ausgedrückt wird durch die Aktivität eines Neurons die Aktivität eines anderen Neurons gehemmt.
präsynaptischen Hemmung
Möglich wird die Vorwärtshemmung z.B. durch den Mechanismus der __________, wobei das hemmende Neuron über eine Synapse Kontakt zum Axon des erregenden Neurons hat, bevor dieses wiederum über eine Synapse in Kontakt mit dem Soma des Zielneurons tritt. Das hemmende Neuron hemmt durch ein IPSP die Weitergabe eines Reizes des erregenden Neurons an das Zielneuron.
postsynaptische Hemmung
Sowohl erregendes als auch hemmendes Neuron haben jeweils synaptischen Kontakt zum Soma des Zielneurons und die IPSPs und EPSPs werden im Zielneuron „verrechnet".
laterale Hemmung
Mechanismus, bei dem sich benachbarte Zellen über ein zwischen ihnen befindliches Neuron (Interneuron) gegenseitig hemmen.
Acetylcholin (ACh)
Transmitter bei der Übertragung von Nerven- auf Muskelzellen, im vegetativen Nervensystem, bei Nervenzellen, die auf Drüsen wirken, und im Gehirn.
nikotinerg, muskarinerg
Zu Acetylcholin gehörige Rezeptoren, die als Agonisten wirken
Agonist
Substanz (Ligand), die durch Besetzung eines Rezeptors die Signaltransduktion in der zugehörigen Zelle aktiviert
Gamma-Amino-Buttersäure
GABA
GABA
wichtigster hemmender Transmitter im ZNS. Chemisch strukturell ist sie eine nichtproteinogene Aminosäure.
Glutamat
wichtigste exzitatorische Transmittersubstanz, der Wirkung bei Lernvorgängen zugeschrieben wird.
Glycin
wirkt im Zentralnervensystem als inhibitorischer Neurotransmitter. _______ freisetzende Nervenzellen kommen vor allem im Hirnstamm und Rückenmark vor, in letzterem hemmen sie die sog. Motoneurone des Vorderhorns, wodurch es zu einer Herabsetzung der Muskelaktivität der von den Zellen innervierten Muskeln kommt.
Katecholamine
Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin (Serotonin eng verwandt)
Dopaminerge Neurone
auf wenige Kerngebiete im Hirnstamm beschränkt, Axone aber im ganzen Gehirn weit verzweigt.
Dopamin
Katecholamin, wichtig für Steuerung der Willkürmotorik, aber auch für das Belohnungssystem und Arbeitsgedächtnis
Adrenalin
Katecholamin; Hormon, dass im Nebennierenmark gebildet wird, als Transmitter wirkt es vor allem im Hirnstamm. Funktion: steigert den Gefäßtonus, erhöht Blutdruck und Herzfrequenz
Noradrenalin
Katecholamin; in Neuronen, aber auch Nebennierenmark gebildet. Funktion: hauptsächliche Neurotransmitter des Sympathikus, wirkt nach Ausschüttung aus dem Nebennierenmark aber auch als Hormon
Adrenerge Rezeptoren (Adrenorezeptoren)
reagieren auf Adrenalin und Noradrenalin. Existenz verschiedener Haupttypen mit unterschiedlichen Affinitäten (α1, α2, β1, usw.) mit unterschiedlicher, auch gegensätzlicher Wirkung.
Serotonin
wird in den Raphe-Kernen produziert, entsprechende Rezeptoren finden sich im gesamten Gehirn und Rückenmark. Reguliert Schlaf-Wach-Rythmus, die emotionale Befindlichkeit, Schmerzwahrnehmung sowie die Wahrnehmung von Hunger und Durst.
Neuropeptid
Peptid = Molekül, das aus bis zu 100 Aminosäuren besteht. _______ : kurzkettiges Peptid
Neuropeptide als Neurotransmitter
Neuromodulatoren: Endorphin, Enkephaline, Substanz P, Oxytocin, Neuropeptid Y - haben meistens keinen direkten Effekt, sondern modulieren die Wirkung von Transmittern
ionotrop (1) vs. metabotrop (2)
Rezeptortypen: (1) Rezeptoren, an denen der Transmitter direkt wirkt und zur Öffnung der Ionenkanäle führt, (2) G-Protein-gekoppelte oder second-messenger Rezeptoren, bei denen der Transmitter zunächst eine Kaskade von intrazellulären Signalprozessen auslöst, die erst am Ende die Öffnung der Ionenkanäle bewirken. Dadurch auch Langzeitveränderungen i.d. NZ möglich.
ionotrope Rezeptoren
GABA-A-, Glutamat-, Glycin-Rezeptoren
metabotrope Rezeptoren
Dopamin, Noradrenalin, Serotonin
Desensitivierung
durch anhaltende Aktivierung wird das Rezeptormolekül unempfindlicher gegenüber dem Transmitter
Down-Regulation
Bei im Überfluss vorhandendem Neurotransmitter (z.B. bei Drogeneinnahme), stellt das Neuron die entsprechenden Rezeptorproteine nur noch in geringem Maße her - Anzahl der Rezeptoren reduziert sich.
Neuronale Plastizität
Es können sich neue Verbindungen zwischen Neuronen bilden, durch Aussprossung neue Dendriten wachsen und neue Synapsen gebildet werden.
Informationsverarbeitung im Nervensystem
Informationskodierung in Form elektrischer Zustände und Zustandsänderungen, Weiterleitung (Transduktion) und Veränderung derselben (Transformation).
assembly
temporäres, neuronales Netz = Kopplung von aktivierten Neuronen
Dynamische hierarchische Musterbildung
Die Aktivierung von Neuronen bildet ein neuronales Netz. Neuronale Netze können größere Informationseinheiten kodieren und sich koppeln. Durch Koppelung werden neue Nervennetz-Netze temporär aktiviert.
ZNS
Zentrales Nervensystem, besteht aus Gehirn und Rückenmark
RM
Rückenmark, durchzieht den Wirbelkanal und besteht aus Neuronen. Graue Substanz = Zellkörper von Neuronen, die umgebende weiße Substanz = auf- und absteigende Fasern
Meningen
Häute, die zusammen mit der Rückenmarksflüssigkeit/bzw. Liquor die RM-/bzw. Gehirn-Neuronen umgeben
Pyramidenbahn
wichtige absteigende Faser - Axone dieser Bahn sind bis zu einem Meter lang - nahezu direkte Verbindung zwischen Ursprung der Bahn im Kortex und Motoneuronen
afferente vs. efferente
Fasern, mit denen Informationen aus der Peripherie aufgenommen und zum Zentralnervensystem HIN geleitet werden, vs. Fasern, mit denen Reaktionen vom zentralen Nervensystem an die ausführenden Organe WEG geleitet werden.
Spinalnerven
verlassen jeweils zwischen den Wirbeln das RM und versorgen afferent-sensorisch (sensible Neuronen) und efferent-motorisch (Motoneuronen) jeweils ein bestimmtes Dermatom.
dorsal
von der Rückseite her kommend, rückenwärts
ventral
von der Bauchseite kommend, bauchwärts
Dermatome
Hautareale, werden anhand der Wirbelabschnitte des Rückenmarks bezeichnet, beginnend mit den Wirbeln des Halses: Zervicalsegmente 2-8, Thorakalsegmente 1-12, Lenden-(Lumbal-) Segmente 1-5, Sakralsegmente 1-5
Gruppen von Neuronen im RM
Motoneurone, sensible Neurone, Interneurone
Motoneuronen
aktivieren die Muskeln des Bewegungsapparates sowie die Muskulatur der inneren Organe und Drüsen. Verlassen das RM ventral und werden ihrerseits durch efferente Neurone aus den höheren Hirnregionen aktiviert.
Sensible Neuronen
empfangen Reize aus der Peripherie und leiten diese dorsal ins RM; dort sind sie mit aufsteigenden Neuronen, mit Interneuronen oder mit Motoneuronen verschaltet.
Interneuronen
haben keine Fortsätze us dem RM heraus, ihre Aufgabe ist die der Weiterleitung von afferenten oder efferenten Aktivierungen oder deren Verschaltungen
Aufgabe des RM
Weitergabe von Informationen von er Peripherie in das Gehirn, Weiterleitung von Aktivierungen aus dem Gehirn in die Periphere, aber auch direkte Verarbeitung von Inf. durch unmittelbare Verschaltung afferenter mit efferenten Neuronen.
Reflex
Verschaltung afferenter Informationen über eine oder nur wenige Synapsen zu den Effektoren (d.h. Muskeln oder Drüsen), ohne den "Umweg" über das Hirn
Eigenreflex
Reflex, bei denen das Organ der Reizentstehung auch das Organ der reflektorischen Aktivität ist, z.B. Patella-Reflex
Fremdreflex
Reflex, bei dem Reiz- und Effektororgan nicht identisch sind (d.h. Reaktionszeit länger), z.B. Hustenreflex
Reflexbogen
Bahn vom Reizorgan (Rezeptor) zum Erfolgsorgan (Effektor) = einfacher neuronaler Schaltkreis
Nuklei
= Kerne, dickt gepackte Ansammlungen von Nervenzellkörpern im Gehirn
Laminae
geschichtete Struktur im Gehirn, bei der sich zelldichte und zellarme Schichten abwechseln
Liquor cerebrospinalis
Flüssigkeit, die das Gehirn umgibt und die Ventrikel ausfüllt
Ventrikel
Hohlräume im Gehirn
Blut-Hirn-Schranke
selektiv durchlässige Schranke zwischen Hirnsubstanz und Blutstrom, die den Stoffaustausch im ZNS kontrolliert. Stoffe, die nicht in das ZNS gelangen sollen, werden am Durchtritt durch die Kapillarwand gehindert
Neuraxis
gedachte Linie entlang des RMs bis zur Vorderseite des Gehirns. Das Gehirn ist an ihr entlang in fünf Hauptregionen untergliedert: posterior/caudal (RM), dorsal vs. ventral, dorsal, anterior (Vorsicht:Neuraxis aufgrund der aufrechten Körperhaltung abgeknickt!)
räumliche Anordung des Gehirns
entspricht in den Grundzügen der Anordnung des RMs. Ventral eher motorische Kontrollfunktionen, dorsal eher sensorische Verarbeitungsbereiche. Zusätzlich zahlreiche komplexe neuronale Netzwerke zw. Hauptverarbeitungsbereichen. Posterior: "einfache", unbewusste lebenserhaltende Prozesssteuerung, anterior/dorsal kognitive Kontroll- und Steuerungsmechanismen
Gliederungssystematik des Gehirns - Rhomencephalon
1. caudal nach rostral: Rautenhirn, unterteilt in Myelencephalon (Nachhirn) und Metencephalon (Hinterhirn). Größte Komponenten: Medulla oblongata (verlängertes Mark) im Nachhirn, und Pons und Cerebellum im Hinterhirn
Gliederungssystematik des Gehirns - Prosencephalon
3. caudal nach rostral: Vorderhirn, unterteilt in Diencephalon (Zwischenhirn) und Telencephalon (Endhirn). Größte Komponenten: Hypothalamus und Thalamus im Zwischenhirn; Basalganglien, Amygdala und Cerebraler Kortex im Endhirn.
Gliederungssystematik des Gehirns - Mesencephalon
2. caudal nach rostral: Mittelhirn. Größte Komponenten: Tegmentum und Tektum
Hirnstamm
wird manchmal verwendet, um den phylogenetisch älteren Teil des Gehirns, bestehend aus Medulla oblongata, Pons und Mittelhirn zu beschreiben
Medulla oblongata
hier kreuzt die Pyramidenbahn, und der 6.-12. Hirnnerv treten hier aus, darunter der Nervus vagus. Funktionen: Steuerung von ATmung und Kreislauffunktion, aber auch Reflexe wie Erbrechen & Schlucken, Steuerung des Wach- und Schlafrhythmus
Pons
besteht z.T. aus Faserbündeln, die von hier in das Zerebellum ziehen. Ist Ursprung ovn vier Hirnnerven, die den Kopfbereich sensorisch und motorisch versorgen, darunter der Nervus trigeminus. Erhält also vor allem sensorische Inf. vom inneren Gehörgang und Gesicht und leitet dieses an das Kleinhirn weiter.
Mesencephalon (Mittelhirn)
hier befinden sich Schaltstellen des optischen Systems sowie der akustischen und der Schmerzwahrnehmung. Außerdem ist es an der Steuerung der Bewegung (Willkürmotorik) beteiligt.
Formatio retikularis
Aktivierend-deaktivierendes Zentrum, dass den gesamten Hirnstamm durchzieht. Substrukturen: Raphe-Kerne und Locus coeruleus. Weitere Teile der F.R. leiten Impulse nach oben und unten weiter, üben eine integrierende Funktion bei baselen vegetativen und grobmotorischen Funktionen aus
Raphe-Kerne
Substruktur der Formatio retikularis, die Afferenzen aus dem Hypothalamus empfangen und Efferenzen in verschiedene Hirnregionen entsenden. Sind an Schmerzempfindung beteiligt, steuern Schlaf-Wach-Rhythmus, evtl. auch aggressives, emotionales Verhalten. Serotonin als Transmitter.
Locus coeruleus
Substruktur der Formatio retikularis, dem eine global aktivierende Funktion zugeschrieben wird. Noradrenalin ist vorherrschender Transmitter
Cerebellum (Kleinhirn)
dient als Kontrollinstanz für die Koordination und Feinabstimmung von Bewegungsabläufen. Erhält sowohl Informationen aus der Großhirnrinde als auch der Peripherie über Lage und Bewegungszustand der GLiedmaßen, den Gleichgewichtszustand sowie den Muskeltonus. Aufgabe: Integration dieser Informationen. Sehr bedeutend für die prozedurale Gedächtnisbildung.
Muskeltonus
partielle Kontraktion der Muskelsfasern im passiven Ruhezustand, die notwendig ist, damit wir flexibel auf plötzliche Krafteinwirkungen von außen reagieren können.
Dienzephalon (Zwischenhirn)
unterteilt sich in Thalamus und Metathalamus, Epithalamus und Epiphyse, Subthalamus, Hypothalamus und Hypophyse